Barbarafeier 2017 in Bodenwöhr

Die Vereine rund ums ehemalige Hüttenwerk begingen auch in diesem Jahr den
4. Dezember traditionell als den Tag der Schutzheiligen Barbara.
Im Bodenwöhrer Pfarrheim bot der "Ring der Eisenzeit" eine besinnliche, unterhaltsame Feier. Mit dabei war auch Heimatschriftsteller Oskar Duschinger, der aus seinem Buch "Hüttenwerk und Hammersee" die Geschichte "Engelshaar und Wunderkerzen" las. Begleitet wurde dabei auch von den Pfreimder Kistlmusikanten.

Ausschnitt aus der Geschichte

Engelshaar und Wunderkerzen

Uber Nacht hatten sich vor unserem Haus Berge von Schnee angehäuft, was uns Kindern beim ersten Blick aus dem Fenster regelrechte Freudenschreie entlockte. Schon lange hatten wir unsere Schlitten hergerichtet und diesen Tag herbeigesehnt. Während wir freudestrahlend aus dem Fenster blickten, schüttelte Mutter unsere Strohsäcke auf und entleerte anschließend unsere Nachthaferin im Kaltenbach. Vater marschierte zum Schuppen, holte einen ausladenden Reisigbesen heraus und kehrte den Weg zum Haus und zum „Scheißhaisl“ frei. Dann schüttete er aus einem Getreidesack Körner ins Futterhäuschen. Mit einem Stoß voller Holzscheite unter dem Arm kam er zurück ins Haus. Im Gang klopfte Vater den Schnee von den Schuhen und schob die Holzscheite in den Ofen. Es knisterte und knackte, und schon bald breitete sich eine behagliche Wärme aus. Nun setzte sich Vater auf die Ofenbank und hielt seine klammen Finger über die wärmende Ofenplatte, während Mutter unser Leibgericht, „Schwammerlbröih mit Sterz“, zubereitete.
Am Nachmittag tagte in der wacherlwarmen Stube der Familienrat. Wir saßen alle beisammen und sprachen über das bevorstehende Weihnachtsfest. Aus uns Kindern sprudelten die Wünsche nur so hervor. Meine Schwester, das Marerl, betonte immer wieder, dass sie sich eine Puppe wünsche, die Mama sagen könne. Mutter machte sie darauf aufmerksam, dass diesen Wunsch nur das Christkind erfüllen könne und es dazu erst einmal den Wunschzettel lesen müsse. Vater legte im Ofen noch Holzscheite nach und fütterte den Küchenherd zusätzlich mit Kohlebriketts der Marke „Sonne“, die wir günstig vom Hüttenwerk bezogen. Es gehörte mit zu den Aufgaben von uns Kindern, sie auf dem „Handwagl“ nach Hause zu transportieren. Kaum glühte die Herdplatte, kamen auch schon unsere Mitbewohner aus ihren Löchern und Ritzen gekrochen: Kakerlaken. Die Viecher, die alle nur Russen nannten, waren fast in jedem Haushalt anzutreffen. Wir Kinder hatten es uns auf dem Fußboden bequem gemacht und spielten Mensch- ärgere-dich-nicht oder Mühle, schauten Bilderbücher an und kritzelten in Malbüchern herum. Auf den Tisch hatte Mutter Rabattmarken geschüttet, die sie sortierte und in Markenhefte klebte. Als Gegenwert erhielt sie im GEG- Konsum Zutaten fürs Plätzchen- und Stollenbacken. Wir Kinder durften bei dieser Arbeit stets mithelfen. Aus dem Teig stachen wir mit Blechmodeln Figuren aus: Herzen, Engel, Bäume und Pferdchen. Dabei schoben wir heimlich immer wieder Teigstücke in den Mund, was unseren Vater, der schmauchend auf der Ofenbank saß, köstlich amüsierte...

Gampe schreibt Song fürs Buch

Der Songschreiber Reinhard Gampe singt auf Bayerisch über das Leben, die Liebe, die Arbeit und darüber, was er in jungen Jahren erlebt hat. Einer aus dem Volk, wie man sagen würde. Nun macht er sich an den Song zum neuen Buch "Schuierer und die WAA".

Schuierer-Buch im Battenberg-Verlag

Das neue Buch über den WAA-Widerstandshelden Hans Schuierer erscheint Mitte Oktober im Battenberg-Verlag Regenstauf von Verlagsleiter Josef Roidl.

30 Jahre WAA-Ende

30 Jahre nach dem Ende der WAA Wackersdorf wagt sich der Buchautor Oskar Duschinger nochmals an das Thema WAA. Er wird die Geschichte des Anti-WAA-Widerstandskämpfers Hans Schuierer und vieler anderer zu Ende schreiben.

Das Anti-WAA-Revival-Buch

30 Jahre nach dem Ende der WAA wird der Widerstand gegen die WAA nocheinmal lebendig.  Der Film "Wackersdorf" und das Buch über die Kämpfe am WAA-Bauzaun werden für Aufsehen sorgen.

Johannes Zeiler spielt im Kinofilm "Wackersdorf" - Hans Schuierer

Foto: Lorenz MZ

Ingo Fliess und der Film "Wackersdorf"

Worauf legten Sie bei den Dreharbeiten besonderen Wert?

Fliess: Eine oberpfälzer Stimmung zu erzeugen: Wortkargheit, Stille, leise Kraft, Gesichter und Landschaft der Oberpfalz.>

Mit Schuierer am Werk

Unterlagen sichten, Gespräche führen, in den Archiven forschen...

Oskar Duschinger, Hans Schuierer und Wolfgang Nowak

Lesung

Lesung aus dem Buch "Hüttenwerk und Hammersee" am 4. Dezember 2017 im Bodenwöhrer Pfarrheim anlässlich der Barbara-Feier

Wanderung um den Hammersee mit literarischem Abschluss "Krebse für die Sommerfrischler".

Der Songwriter Reinhard Vinzenz Gampe beschäftigt sich mit dem Buch "Glanz und Elend" der Maxhütte". Mehr dazu!

01 Titelnummer 1.wma
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Das Hammersee-Buch

vom Drehorgel-Schorsch
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Buchtipp Radio Ramasuri.mp3
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Tatzenstock

Das Buch "Tatzenstock und Lausbubenstreiche" - erhältlich bei Hugendubel in Cham

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